Ausflug der Herren zur Traditionsbrennerei Nordhausen

Am 19.07.2014 unternahm die Herrenabteilung des KKS Vienenburg mit 19 Teilnehmern bei traumhaftem Wetter eine Fahrt zur Traditionsbrennerei nach Nordhausen. Wir trafen uns in Vienenburg in der Okerstraße und warteten auf den Bus, der uns nach Nordhausen bringen sollte. Pünktlich fuhren wir ab und erreichten nach einer gemütlichen Fahrt durch den schönen Harz um ca. 11.00 Nordhausen.

Erstaunen breitete sich aus, dass wir von einem Fernsehteam des mdr empfangen wurden. Das Team hatte sich unsere Gruppe ausgesucht, um einen Bericht über die Nordhäuser Traditionsbrennerei aufzuzeichnen. Dieser Bericht wird Anfang August im mdr-Fernsehen als "Unterwegs in Nordhausen" gezeigt.

Ein freundlicher Herr vom Management der Traditionsbrennerei brachte uns die einzelnen Verfahren zur Herstellung der einzelnen Spirituosen in einer sehr ausführlichen Führung näher.


Die Entstehung des Kornbrandes wird in vielen Einzelschritten vollzogen.
Der Roggen wird in Schrotmühlen gemahlen. Der gemahlene Roggen wird mit Wasser vermengt, sodass ein Brei – die Maische – entsteht. Durch diesen Vorgang wird die im Getreide enthaltene Stärke zugänglich gemacht. Durch Zugabe von Malz verwandelt sich die Stärke in Zucker, die Maische ist jetzt "verzuckert". Nach drei Tagen wird die vergorene Maische zum Sieden gebracht, also sehr stark erhitzt. Dies ist der eigentliche Brennvorgang.

Der Alkohol, der hierbei als Dampf aufsteigt, wird aufgefangen, durch Kühlung wieder verflüssigt und gesammelt – in anderen Worten, er wird destilliert. Im Gärbottich wird der verzuckerten Maische Hefe hinzugefügt. Dadurch wandelt sich der Zucker in Alkohol und Kohlensäure um. Der Alkohol, der im ersten Destillationsvorgang entsteht, ist nicht zum Trinken geeignet. Man bezeichnet ihn als Rohbrand.

Erst in weiteren Destillationsschritten, der Rektifikation, wird der Rohbrand von unerwünschten Geschmacks- und Geruchsstoffen befreit. So entsteht schließlich ein Feinbrand von hoher Reinheit mit dem typischen Nordhäuser Kornbukett. Der Feinbrand wird noch einmal abgekühlt. Im Zwischenlager wird er mit reinstem Wasser versetzt, bis er die für die Lagerung ideale Stärke erreicht. Um seinen unverkennbaren Geschmack zu entwickeln, lagert Echter Nordhäuser Korn mindestens drei Monate über Eichenholz – Zeit genug, in Ruhe zu reifen. Ist die Reifung vollendet, wird der immer noch äußerst starke Korn durch eine weitere Zugabe von Wasser soweit verdünnt, dass er die ideale Trinkqualität hat.

Nach einer ausgiebigen und lustigen Verkostung diverser Spezialitäten traten wir langsam wieder die Heimreise an. Ein gelungener und interessanter Ausflug.

Den Abschluss dieses schönen Tages bildete ein tolles Grillfest im Garten von Familie Gürtler in der Okerstraße.

Weitere Bilder gibt es, wie immer, in unserer Galerie